Ansätze, Vorgehen und Erfahrungen
Das gesamte Themenfeld “Kulturelle Unterschiede” und Interkulturelles- oder Cross-Cultural-Training hat sich in den letzten paar Jahren in Richtung ganzer Trainingsprogramme und entsprechender Literatur entwickelt.
Die Geschäftswelt entwickelt sich mehr und mehr international, und die Fähigkeit, mit Personen anderer Länder und Kulturen effektiv zu arbeiten, ist für internationalen Erfolg von wesentlicher Bedeutung. Personen unterschiedlicher Herkunft können sehr verschiedene Wertesysteme, Verhaltensweisen und Kommunikationsstile aufweisen. Kulturelle Unterschiede können Probleme und Missverständnisse hervorrufen, und werden oft als Gründe für Schwierigkeiten in internationalen oder sogar nationalen Projekte sowie Integrationsprozesse angeführt.
Dennoch, es ist zu einfach zu sagen: “Selbstverständlich, es liegt an den kulturellen Unterschieden”, und dies als Entschuldigung für nicht vollzogene Veränderungen der Organisation oder des Verhaltens durchgehen zu lassen. Viele Schwierigkeiten in internationalen Geschäftsbeziehungen resultieren aus anderen Aspekten als “kulturellen Unterschieden”. Auch ist es unangemessen, nur auf die negativen Aspekte kultureller Unterschiede zu fokussieren, und die Bereicherung und Kreativität zu unterschlagen, die aus unterschiedlichen Perspektiven entstehen kann.
Machen also interkulturelle Trainings Sinn? Können interkulturelle Kompetenzen überhaupt trainiert werden, oder entstehen diese Kompetenzen eher natürlicherweise durch Begegnungen mit Personen unterschiedlicher Nationalitäten und Kulturen?
Wissenschaftliche Untersuchungen belegen klar, dass Begegnungen mit anderen Nationalitäten notwendigerweise nicht aus sich heraus mit der Entwicklung interkultureller Kompetenzen einhergehen. Tatsächlich werden dadurch mitunter negative Stereotype verfestigt oder sogar Intoleranz aufgebaut.
Für diejenigen, die internationale Kontakte pflegen oder in internationalen Teams arbeiten, ist eine Begleitung oder Anleitung hilfreich - mitunter sogar notwendig. Sprachliche Fähigkeiten alleine reichen bei weitem nicht aus. Missverständnisse liegen selbst dann nahe, wenn zwar alle Begriffe verstanden werden, der kulturelle Kontext dabei aber nicht klar ist. Die Fähigkeit, Personen mit anderem kulturellen Hintergrund zu motivieren und zu überzeugen, resultiert mehr daraus, deren Perspektive zu verstehen sowie aus einem aufrichtigen Interesse, mit ihnen zusammen zu arbeiten.
Die Entwicklung interkultureller Kompetenzen ist heutzutage nicht nur für diejenigen notwendig, die in den jeweiligen Ländern leben und arbeiten oder viel in Ausland geschäftlich reisen. Immer mehr Personen in den unterschiedlichsten Ebenen im Unternehmen haben immer mehr Kontakt mit dem Ausland, sei es bei einem gelegentlichen Telefonat, einer eMail oder im Rahmen von Besprechungen. Gerade hier maximiert ein gewisser Grad an interkultureller Kompetenz die Aussicht auf erfolgreiche geschäftliche Begegnungen.
Dieses Expertenforum wird selbst eine interkulturelle Erfahrung sein. Folien und Materialien sind in englischer Sprache verfasst, alle Redebeiträge und Diskussionen werden in deutscher Sprache, evtl. durchmischt mit gelegentlichen englischen Ausdrücken, erfolgen. Beispiele und Fallstudien aus interkulturellen Trainingsmaßnahmen werden gleichermaßen von deutschen und ausländischen Organisationen ausgewählt. Für die Teilnahme sind ausdrücklich keine englischen Sprachkenntnisse notwendig!
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Agenda:
10.00 Uhr Beginn
Was
spricht für interkulturelle Trainingsmaßnahmen? Brauchen wir das
wirklich?
Unterschiedliche
Typen interkultureller Trainingsmaßnahmen, für unterschiedliche Nationalitäten
und Bedürfnisse
Schlüsselkonzepte
und Modelle
Beispiele,
best practice, und Erfahrungsaustausch
Kritische
Prüfung, Diskussion und Fazit
Pausensnack von 12.00 - 12.30 Uhr, Ende ca. 15.00 Uhr
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Termin:
13. Juni 2007
Moderation:
Heike Weißenborn (
Profil
) p3
Referent:
Chris Stephens (
Profil
) p3
Preis:
130,00 Euro pro Teilnehmer
Ort:
Hyatt Regency Mainz, Malakoff-Terrasse 1, 55116 Mainz